Schallschutzanforderungen bei Hausentwässerungssystemen

Schallschutzanforderungen bei Hausentwässerungssystemen

Da störende Umweltgeräusche unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigen können, ist der Schutz vor Störschall grundsätzlich ein zentraler Aspekt bei der fachgerechten Ausführung von Installationen in der Gebäudetechnik. Als eine besonders wichtige Anforderung wird entsprechend in der DIN EN 12056 eine möglichst geräuscharme Installation genannt. Diese gelingt unter Berücksichtigung der folgenden Grundsätze:
 
1. Mit Schallentkopplung Körperschall verhindern
Als typische Geräuschquellen kommen in haustechnischen Anlagen neben Füll- und Armaturengeräuschen vor allem Einlauf-, Ablauf- und Aufprallgeräusche vor. Um den hierdurch verursachten Störschall möglichst gering zu halten, sollte – insbesondere bei Abwasserleitungen – immer auf eine möglichst wirkungsvolle schalltechnische Entkopplung der Leitung/des Rohrs vom Bauwerk geachtet werden. Die Schallentkopplung ist auch dann unerlässlich, wenn die verwendeten Rohre über eine Schalldämmung verfügen, da störender Körperschall nur auf diesem Weg effektiv verhindert werden kann.
 
2. Geprüfte Befestigungssysteme einsetzen
Die Installation von Abwasserleitungen an Wohnungstrennwänden ist möglichst ganz zu vermeiden und sollte wenn unumgänglich nur unter Anwendung von erhöhten Schallschutzmaßnahmen erfolgen. Für die schalltechnische Entkopplung des Rohrleitungssystems vom Baukörper eignen sich insbesondere geprüfte Befestigungssysteme wie Rohrschellen mit elastischer Schalldämmeinlage und/oder schallentkoppelte Festpunkte, die den Körperschall über ein elastisches Medium absorbieren und dadurch mögliche Schallbrücken zwischen Rohrsystem und Bauwerk wirksam unterbrechen. Durch den Einsatz von hochwertigen Befestigungselementen kann eine deutliche Schallreduzierung um bis zu 40 dB (A) erreicht werden.

3. Schallschutz bereits in Planungsphase berücksichtigen
Schon bei Beginn jeder Bauplanung sollte berücksichtigt werden, dass für verschiedene Bauteile ein schalltechnischer Eignungsnachweis durch den verantwortlichen Fachplaner erstellt werden muss. Diese Nachweispflicht gilt auch für Hausentwässerungsleitungen in Verbindung mit körperschalldämmenden Maßnahmen im Bereich von Wand und Deckendurchführungen (mit oder ohne Brandschutzanforderungen) sowie für Hausentwässerungsleitungen mit Körperschalldämmung bei Ausmauerung zur Vermeidung von Körperschallbrücken.

Weitergehende Informationen zum Thema Schallschutz finden Sie hier.

Checkliste Entwässerungsleitungen...

Checkliste Entwässerungsleitungen

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